Sonderausstellung

Ein Fingerabdruck wird durch eine Lupe vergrößert

Große Sonderausstellung Baden-Württemberg CRIME – Die Technik des Verbrechens

25. Juni 2026 bis 27. Juni 2027

Kriminalität ist überall – das ist bei dieser Ausstellung Programm: Die Schau besteht aus zehn Stationen, die über das gesamte Haus und sechs Stockwerke verteilt sind. Sie verbindet Kriminal- mit Kulturgeschichte, denn: Um Verbrechen zu begehen, und um Kriminellen auf die Spur zu kommen, werden damals wie heute Techniken und Verfahren eingesetzt, die den aktuellen technisch-naturwissenschaftlichen Entwicklungsstand ihrer Zeit widerspiegeln – ganz gleich, ob es um DNA-Analysen oder Phantombilder, um Computer-Hacks oder deep fakes geht. Mannheimer Geschichte wie etwa der Postraub von 1949 ist dabei ebenso Thema wie der Abgas-Skandal „Dieselgate“ oder Produktpiraterie. Zu sehen sind Objekte wie zum Bespiel ein Videospektralkomparator zur Prüfung von Unterschriften, ein gesprengter Geldautomat oder auch ein Harry Potter-Band Nr. 14 auf Chinesisch, den J.K. Rowling so nie geschrieben hat. 

Bei einer Rallye kann man alle Stationen ablaufen, verschiedene Aufgaben lösen und am Ende einen kleinen Preis ergattern. Große wie kleine Besucherinnen und Besucher können dabei unter anderem Codes an einem Nachbau der Enigma-Verschlüsselung knacken, Fingerabdrücke vergleichen, sich selbst mit einem „Mug Shot“ verewigen – oder sich wie ein Meisterdieb im Lasertunnel bewegen, den Strahlen ausweichen, die den Alarm auslösen, um zum Tresor mit dem Schatz gelangen. 

Große Landesausstellung Baden-Württemberg Der Kosmos – Wie Sterne die Welt erklären

20. November 2026 bis 25. Juli 2027

Die Astronomie ist eine der ältesten Wissenschaften der Menschheit und eignet sich deshalb besonders gut, um zu erklären, was Wissenschaft überhaupt ist, wie sie funktioniert und warum sie so spannend ist. Mit zahlreichen Objekten und interaktiven Stationen wird die Geschichte der Sternenbeobachtung von der Zeit der Aufklärung bis heute greifbar, gleichzeitig können die Besucherinnen und Besucher selbst zu Tüftlern und Forscherinnen werden: So lassen sich wissenschaftliche Methoden wie etwa das Messen, Ordnen oder Beobachten eigenhändig ausprobieren, aber auch bedeutende Versuchsanordnungen aus der Wissenschaftsgeschichte wie etwa die Fallrinne von Galileo Galilei zur Untersuchung der Schwerkraft, oder der Doppelspaltversuch von Thomas Young, mit dem sich die Wellennatur des Lichts nachweisen lässt. 

Ein Highlight ist das mehrere Meter breite mechanische Decken-Planetarium, das die Besuchenden selbst in Bewegung versetzen dürfen. Kern der Schau sind die historischen Instrumente der Mannheimer Sternwarte aus dem 18. Jahrhundert, die das TECHNOSEUM bewahrt – von der Taschen-Sonnenuhr über Himmelsgloben und Teleskope bis hin zu einem knapp drei Meter langen und 500 Kilo schweren Mauerquadranten, der zur Berechnung von Sternpositionen eingesetzt wurde. Modelle vom James-Webb-Weltraumteleskop oder des von der Europäischen Weltraumagentur ESA geplanten Satellitenprojekts LISA zur Messung von Gravitationswellen geben Einblicke in die aktuelle Forschung und zeigen, wie das ferne Universum in greifbare Nähe rückt und nicht zuletzt Einzug in unseren Alltag hält. Täglich nutzen wir schließlich Entdeckungen aus der Weltraumforschung, ohne dass es uns bewusst ist, wie etwa Sonnenbrillen, Rauchmelder oder Klettverschlüsse.