BIONIK

Wenn die Technik von der Natur lernt, dann ist die BIONIK mit im Spiel. Der Name „BIONIK“ setzt sich aus den Begriffen „Biologie“ und „Technik“ zusammen und steht für eine Denkweise, die Natur und Technik nicht als Gegensätze betrachtet, sondern deren wechselseitige Beeinflussung in den Fokus nimmt. So dienen Problemlösungen der Natur, die sich in Jahrmillionen entwickelt und stetig verbessert haben, als Ideen für moderne, technische Innovationen und Erfindungen. Forscher ließen sich etwa von der Strelitzie inspirieren, um eine Jalousie zu konstruieren, die ohne Scharniere auskommt oder orientierten sich bei der Einparkhilfe vieler Autos am Sonarsystem der Fledermaus.

Vorbild Natur

Ein weiteres von vielen Beispielen aus der BIONIK: Der Pinguin. Diese Vögel gelten als die besten Flügelschwimmer im Tierreich. Mit ihren ruderartigen Flügeln können sie täglich bis zu 100 Kilometer zurücklegen und dabei kurzzeitige Höchstgeschwindigkeiten von über 7 Metern pro Sekunde erreichen  – etwa, wenn sie aus dem Wasser auf einen Eisberg springen. Dank der besonders strömungsgünstigen Spindelform ihres Körpers verbrauchen Pinguine dabei extrem wenig Energie. Ingenieure nutzen dieses Wissen, um Transportmittel zu entwickeln, die sich energieeffizient und damit umweltschonend fortbewegen.

Aktiv durch die Welt der BIONIK

In der Dauerausstellung BIONIK erfahren die Besucherinnen und Besucher nicht nur historische Hintergründe und erhalten Einblicke in die aktuelle Forschung. Sie können selbst aktiv werden und zum Beispiel beobachten, wie Seifenhäute eigenständig die kleinstmögliche Oberfläche finden. Oder sie schauen dem 60 cm hohen, humanoiden Nao-Roboter zu, wie er seine Kunststücke im Vorführbetrieb zeigt.

Die BIONIK-Ausstellung wurde von der TÜV SÜD Stiftung, der Wilhelm-Müller-Stiftung und der FUCHS-Familiengesellschaft finanziell unterstützt und ist als Dauerausstellung im TECHNOSEUM zu sehen.

printSeite Empfehlen