20.02.2019

Fit durch Self-Tracking?

Vortrag im TECHNOSEUM über die Optimierung des Körpers

Fitness-Apps und Tracking-Armbänder begleiten viele Menschen auf Schritt und Tritt. Sie motivieren zu mehr Bewegung, zählen Schritte oder überwachen den Puls – sowohl am Arbeitsplatz als auch in der Freizeit und sogar im Schlaf. Ob diese Versportlichung des Alltags das Leben der Menschen wirklich besser und gesünder macht, fragt Prof. Dr. Gugutzer in seinem Vortrag „Self-Tracking zur Optimierung unseres Körpers?“ am 20. Februar 2019 im TECHNOSEUM. Der Vortrag findet im Rahmen der Großen Sonderausstellung Baden-Württemberg „Fertig? Los! Die Geschichte von Sport und Technik“ statt, die noch bis zum 10. Juni 2019 im TECHNOSEUM zu sehen ist. Wer möchte, kann den Vortrag um 17:30 Uhr mit einer öffentlichen Führung durch die Schau kombinieren. Die Teilnehmer zahlen lediglich den regulären Eintrittspreis, eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Direkt im Anschluss um 19:00 Uhr beginnt die Veranstaltung mit Robert Gugutzer, hier ist der Eintritt frei.

Ob für die Gesundheit, Schönheit oder das eigene Selbstwertgefühl: Die Gründe für Self-Tracking sind vielfältig. Die gemessenen Werte dienen dabei jedoch nicht nur der Selbstoptimierung. Sie können auch im Netz in Echtzeit mit Anderen geteilt werden. So bieten beispielsweise Krankenkassen eigene Bewegungs-Apps an, mit denen Versicherte Boni erzielen können. Unternehmen sammeln ebenfalls Standort- und Nutzerdaten, darunter auch Gesundheitsdaten. Die ständige Leistungsmessung und der alltägliche Fitness-Wahn werfen die Frage auf, ob die technisch unterstützte Optimierung auch Risiken birgt. Damit beschäftigt sich der Sportsoziologe Robert Gugutzer, der an der Goethe-Universität Frankfurt/M. lehrt und unter anderem die Zusammenhänge von Körper, Selbstoptimierung und Self-Tracking erforscht.

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