25.01.2019

Zeigen oder verpixeln?

Dr. Manfred Fuchs-Kolloquium beschäftigt sich mit Terrorismus und Medien

Naturkatastrophen, Unglücksfälle sowie Krieg und Gewalt stellen Journalisten vor Herausforderungen: Wie weit dürfen Medien gehen, um ihrer Informationspflicht nachzukommen und Ereignisse plastisch wiederzugeben? Wann ist die Grenze überschritten, dass der Betrachter zum Voyeur und die Würde der Opfer verletzt wird? In Zeiten des Internets hat sich diese Frage weiter verschärft, etwa wenn Terroristen selbst Bilder zu Propagandazwecken in sozialen Medien teilen und dabei bewusst einkalkulieren, dass Zeitungen und TV-Sender diese weiterverbreiten. Mit diesem Thema beschäftigt sich das Dr. Manfred-Fuchs-Kolloquium am Freitag, den 25. Januar im TECHNOSEUM.

Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei. Ausgewiesene Experten diskutieren an diesem Abend, wie man über Verbrechen wie beispielsweise Anschläge und Hinrichtungen berichtet, ohne sich in den Dienst der Täter zu stellen und zu ihrer Glorifzierung beizutragen – und ob Grundsatzentscheidungen hierzu überhaupt möglich sind. So gibt eingangs Dr. Peter Frank in seiner Eigenschaft als Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof die Perspektive des Staatsschutzes wieder, anschließend äußert sich Fritz Frey, Erster Chefredakteur des SWR und bekannt als Moderator der ARD-Sendung „Report Mainz“. Die Moderation übernimmt der Journalist Holger Schmidt, Experte für Terrorismus und innere Sicherheit bei der ARD und Autor des 2017 erschienenen Buches „Wie sicher sind wir? Terrorabwehr in Deutschland – eine kritische Bilanz“.

Mit dem Kolloquium würdigt das TECHNOSEUM die besonderen Verdienste von Dr. Dr. h.c. Manfred Fuchs, der von 1995 bis 2011 Vorsitzender des Museumsvereins für Technik und Arbeit e.V. war. Die Veranstaltung findet jährlich statt, im Mittelpunkt stehen dabei stets relevante Aspekte gegenwärtiger und zukunftsorientierter Technologiefragen, die mit Experten diskutiert werden.

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