22.07.2018

Von der Flurkarte zum digitalen Geländemodell

Sonderausstellung im TECHNOSEUM zeigt die Geschichte der Landesvermessung in Baden-Württemberg

Am 25. Mai 1818 ordnete König Wilhelm I. die Landesvermessung im Königreich Württemberg an. Was damals mit der Messung von Richtungen und wenigen Strecken begann, hat sich heute durch elektronische Messgeräte und satellitengestützte Verfahren zu einer modernen Fachdisziplin entwickelt. Vom 12. bis 22. Juli zeigt das TECHNOSEUM eine Ausstellung, die diese 200-jährige Entwicklung und ihre gesellschaftliche Bedeutung nachzeichnet.

Frühe Messmethoden, wie die Dreiecksvermessung oder die Vermessung von Parzellen werden ebenso vorgestellt wie die präzise Satellitennavigation in 20.000 km Höhe. Ebenfalls zu sehen sind die dazugehörigen Messgeräte, zeitgenössische Darstellungen von Vermessungen, erste Flurkarten und Primärkataster bis hin zu Lärm- und Hochwassersimulationen mit digitalen Geländemodellen, die erst durch hoch aufgelöste Radarbilder möglich werden.

Auch die gesellschaftliche Dimension der Landesvermessung kommt nicht zu kurz: Während König Wilhelm I. damit auf die territoriale Neuordnung unter Napoleon reagierte und die Grundlage für eine einheitliche und gerechte Besteuerung von Grund und Boden schaffte, sind heute moderne Messverfahren für die wirtschaftliche Entwicklung und die Energiewende unerlässlich. Sie liefern zum Beispiel optimale Standorte für Windkraft- und Solaranlagen oder Mobilfunkmasten. Nicht zuletzt profitiert jeder Einzelne von den Geodaten: Über kostenfreie Geoportale sind die Daten für jedermann zugänglich und ermöglichen die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an raumbezogenen Planungen.

Hier gibt es weitere Informationen.

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