09.06.2018

Von der Orgelpfeife zur Filmmusik

Mannheimer Morgen und TECHNOSEUM laden zur Kinder-Uni

Spektakuläre Rundum-Sounds im Kino sind heute selbstverständlich; tatsächlich gibt es den Tonfilm aber erst seit den 1920er Jahren. In der Zeit davor wurden Filme noch ohne Ton gedreht und bei öffentlichen Vorführungen musikalisch untermalt – und zwar live und durch Profi-Musiker. Wie das funktionierte, zeigen das TECHNOSEUM und der Mannheimer Morgen am Samstag, den 9. Juni ab 15.00 Uhr in der Kinder-Uni, bei der die originale Kino-Orgel des Museums und der Stummfilm „Die Reise zum Mond“ aus dem Jahr 1902 im Mittelpunkt stehen. Die Veranstaltung richtet sich an Film-Fans zwischen 8 und 12 Jahren und dauert etwa 60 Minuten, Einlass ist ab 14.30 Uhr. Pro Teilnehmer kostet der Eintritt 2,00 Euro zzgl. Gebühren; ein Besuch im Museum ist im Preis mit inbegriffen. Erwachsene zahlen den regulären Eintrittspreis ins Museum und können während der Vorlesung beispielsweise die Dauerausstellung erkunden. Die Tickets kann man ab sofort in den Kundenforen des Mannheimer Morgen, im TECHNOSEUM sowie unter www.reservix.de kaufen. Der Erlös geht zu Gunsten von „Wir wollen helfen“, einer Initiative des Mannheimer Morgen.

Die Kino-Orgel des Museums stammt aus dem Jahr 1927 und gehört zu den wenigen noch voll funktionsfähigen Exemplaren in Europa. Das Besondere an ihr: Anders als mit einer Kirchenorgel kann man zahlreiche Geräusche machen, um einen Stummfilm lebensnah zu vertonen – da zwitschern die Vögel, ein Auto biegt hupend um die Ecke oder ein bedrohlicher Sturm zieht auf. Die Mannheimer Organistin Christiane Michel-Ostertun und die Regisseurin und Schauspielerin Eva Martin-Schneider zeigen Ausschnitte aus dem Film „Die Reise zum Mond“ des französischen Filmpioniers Georges Méliès, die von den Kindern zuerst selbst vertont werden, etwa durch Klatschen, Schnipsen oder Singen. Im Anschluss können die Nachwuchs-Filmstudenten dann hören, was die Kino-Orgel alles drauf hat und mit welchen Effekten bestimmte Geräusche entstehen, damit das Geschehen auf der Leinwand umso spektakulärer wirkt – Michel-Ostertun hat zu den Filmschnipseln eigens einen passenden Soundtrack komponiert.

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