31.01.2018

Freier Wille oder graue Materie?

Podiumsdiskussion über das Gehirn und den freien Willen

Die von der Hirnforschung entfachte Debatte über den freien Willen greift die Grundfeste des humanistischen Menschenbildes an. Das Erlebnis, mit freiem Willen zu handeln, halten viele Hirnforscher für eine Illusion. Vielmehr determiniere das Gehirn die Entscheidungen. Mit diesem Thema beschäftigen sich am Mittwoch, den 31. Januar Experten im TECHNOSEUM. Die Veranstaltung ist Teil des Rahmenprogramms zu „ENTSCHEIDEN. Eine Ausstellung über das Leben im Supermarkt der Möglichkeiten“, die noch bis zum 6. Mai 2018 im TECHNOSEUM zu sehen ist. Beginn ist um 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Prof. Dr. Andreas Meyer-Lindenberg, Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim, vertritt die Position der Hirnphysiologen, Prof. Dr. Michael Pauen von Institut für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin hält dagegen: Eine neurobiologische Determiniertheit könne das Konzept des freien Willens nicht infrage stellen, denn es müsse eine Determiniertheit in Form von Gründen für Entscheidungen geben. Im anderen Fall würde man völlig zufällig entscheiden und hätte keinen freien Willen. Die Moderation des Abends übernimmt Prof. Dr. Jochen Hörisch von der Universität Mannheim: Er hat dort den Lehrstuhl für neuere deutsche Literatur und qualitative Medienanalyse inne und beschäftigt sich vor allem mit der Macht der Sprache und dem Prozess des Sprachverstehens.

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