„Durch Nacht zum Licht“? Die Geschichte der Arbeiterbewegung 1863-2013

Februar - September 2013

Der 23. Mai 1863 gilt in der deutschen Geschichte als Geburtsstunde einer nationalen Arbeiterbewegung: Mit der Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (ADAV) artikulierte sich eine zuvor meist lokal und regional formierte Arbeiterbewegung als nationales Sprachrohr. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums wird das TECHNOSEUM eine große Sonderausstellung zur deutschen Arbeiterbewegung zeigen. Denn gerade in der globalisierten Gegenwart ist die gesellschaftliche Zukunft nur dann zu verstehen und sozial zu gestalten, wenn im Blick zurück der erfolgreiche Weg des ehemaligen vierten Standes in die Mitte der Gesellschaft verfolgt wird.

Individualgeschichte versus Makroökonomie

Die Mannheimer Ausstellung konfrontiert dabei Aufstieg und Krise der Arbeiterbewegung mit Aufstieg und Krise industrieller Arbeit im 19. und 20. Jahrhundert. Nicht nur in Deutschland, sondern in allen klassischen Vorreiterstaaten der industriellen Moderne hat die ökonomische Transformation der alten Industriegesellschaften zu einem Bedeutungsverlust der Arbeiterbewegung und der Gewerkschaften geführt. Die Ausstellung im TECHNOSEUM zeigt ein breites Panorama zwischen dem Mikrokosmos individuell „erlebter Geschichte“ bis hin zu den makroökonomischen Zusammenhängen von Konjunkturen, Krisen und Transformationen, als deren Abbild die Geschichte der Arbeiterbewegung auch erlebt werden kann.

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Urkunde des Arbeiter-Turn- und Sport-Bundes Mannheim Sandhofen, 1922.