„Durch Nacht zum Licht“? - Geschichte der Arbeiterbewegung 1863-2013

Februar bis August 2013

Am 23. Mai 1863 gründete sich in Leipzig der„Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ (ADAV). Und obwohl es bereits zuvor einzelne Orte und Regionen mit starken Arbeiterorganisationen gab, wird dieses Datum gerne als „Geburtsstunde“ der deutschen Arbeiterbewegung benannt. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums wird das TECHNOSEUM eine große Landesausstellung zur deutschen Arbeiterbewegung präsentieren. Denn gerade angesichts des rasanten Wandels der Arbeitsgesellschaft in den letzten Jahren lohnt ein Blick auf die Erfolge – und die Sackgassen – dieser Bewegung auf dem Weg vom  „vierten Stand“ in die Mitte der Gesellschaft.

Die Mannheimer Ausstellung zeigt den engen Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Arbeit und Arbeiterbewegung. Erst die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert schuf die Voraussetzung – und die Notwendigkeit – von Arbeiterzusammenschlüssen im großen Stil. Die „Digitale Revolution“ unserer Tage schafft neue Arbeitsformen und wird zu neuen Organisationsformen führen.

Diese Entwicklung wird die Ausstellung des TECHNOSEUM in einem breiten Panorama nachzeichnen: Große Namen wie Friedrich Ebert, Karl Marx und Papst Leo XIII tauchen ebenso auf, wie einfache Arbeiterinnen und Arbeiter und ihr Leben zwischen Fabrik, Verein und Gewerkschaft. Heute fast vergessene Aspekte wie die Bedeutung der Arbeitersport- und -kulturvereine kommen in der Ausstellung genauso zu ihrem Recht, wie die „große Geschichte“ der letzten beiden Jahrhunderte. Denn nicht nur in Deutschland ist diese Geschichte stärker von der Arbeiterbewegung mitgeprägt worden, als uns heute bewusst ist.

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Urkunde des Arbeiter-Turn- und Sport-Bundes Mannheim Sandhofen, 1922.

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