Veranstaltungsprogramm

Geschlecht als Leistungsklasse

Mittwoch, 05. Dezember 2018, 19.00 Uhr
Auditorium Ebene A, Eintritt frei

Getrennte Leistungsklassen für Frauen und Männer sind seit jeher fester Bestandteil vieler Sportarten. Begründet wird diese Unterscheidung nach Geschlecht in erster Linie durch sportliche Fairness und Chancengleichheit. Doch wenn hierbei vor allem körperliche Faktoren im Vordergrund stehen, warum verzichten die meisten Sportarten auf eine ebenso funktionelle Einteilung etwa in Gewichtsklassen, nach Alter oder Körpergröße der Athleten? Und wie gelingt die geschlechterspezifische Einteilung in Leistungsklassen bei Sportlern uneindeutigen Geschlechts, etwa im Falle von Trans*- und Inter*geschlechtlichkeit? Sind Geschlechtertests überhaupt ein sinnvolles und zeitgemäßes Mittel, die Chancengleichheit im Sport zu gewährleisten? Der Vortrag kann mit einer After Work-Führung um 17.30 Uhr kombiniert werden.

Referentin: Dr. Karolin Heckemeyer,
Fachhochschule Nordwestschweiz

Self-Tracking zur Optimierung unseres Körpers?

Mittwoch, 20. Februar 2019, 19.00 UhrAuditorium Ebene A, Eintritt frei

Sport durchdringt unser Leben heute mehr als jemals zuvor: gelegentliches Jogging, tägliche Yogaübungen oder die Jahreskarte für das Fitnessstudio – der moderne Mensch widmet einen stets wachsenden Teil seiner Freizeit der freiwilligen körperlichen Anstrengung. Ob für die Gesundheit, die Schönheit oder unser Selbstwertgefühl: Unterstützt von modernster Technik arbeiten wir jeden Tag an unserem Traumkörper. Tracking-Armbänder zählen Schritte und motivieren zum Zu-Fuß-Gehen, Fitness-Apps zeichnen unsere Leistungen auf und ermöglichen sogar, diese in Echtzeit im Netz zu teilen. Macht uns dieser alltägliche Fitness-Wahn zu besseren und gesünderen Menschen? Oder birgt die allgegenwärtige Versportlichung des Alltags auch Risiken? Der Vortrag kann mit einer After Work-Führung um 17.30 Uhr kombiniert werden.

Referent: Prof. Dr. Robert Gugutzer,
Goethe-Universität Frankfurt/M.

Filmvorführung: Leni Riefenstahl – „Olympia“

Freitag, 22. März 2019, 19.00 Uhr
Auditorium Ebene A, Eintritt frei

Filmisches Meisterwerk oder Propaganda-Machwerk? Die monumentale Dokumentation der Olympischen Spiele 1936 in Berlin durch Hitlers Lieblingsregisseurin Leni Riefenstahl ist bis heute ebenso stark umstritten wie die Regisseurin selbst. Während einige den Film aufgrund seiner avantgardistischen Ästhetik als den vielleicht besten Sportfilm der Geschichte betrachten, gilt Riefenstahl für andere als Kollaborateurin des NS-Regimes, die mit ihrem Epos bewusst das faschistische Menschenbild der Nazi-
Propaganda unterstützt hat. Die Vorführung zeigt den ersten Teil der zweiteiligen Olympia-Dokumentation, begleitet von einer kritischen Einführung durch den Historiker Prof. Dr. Peter Steinbach.
Die Veranstaltung kann mit einer After Work-Führung um 17.30 Uhr kombiniert werden.

Einführung: Prof. Dr. Peter Steinbach,
Universität Mannheim (emeritiert)

Die Bundesliga als Wirtschafts- und Medienmacht

Mittwoch, 27. März 2019, 19.00 Uhr
Auditorium Ebene A, Eintritt frei

Höher, schneller, weiter – und auch teurer! Das Geschäft mit dem Sport boomt: Live-Übertragungen
verschiedener Sportarten locken ein Millionenpublikum vor die Fernsehgeräte, Profisportler verdienen mit ihrer Leistung ein Vermögen und für Werbedeals wechseln in der Branche immer wieder Unsummen den Besitzer. Spitzenreiter unter den Sportarten ist dabei der Fußball mit einem weltweiten Milliardenpublikum. Vor allem auch die deutsche Bundesliga ist inzwischen zu einer wahren Wirtschaftsmacht aufgestiegen, in der jeder Verein auch gleichzeitig als Marke gilt. Doch diese Kommerzialisierung kann auch Probleme mit sich bringen: Ob Korruption oder Hooligan-Gewalt, mit steigender wirtschaftlicher Macht wächst auch die
soziale Verantwortung des Sports. Der Vortrag kann mit einer After Work-Führung um 17.30 Uhr kombiniert werden.

Referent: Prof. Dr. Carsten Schröer,
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Mannheim

Von Apps und Athleten – Anwendungsgebiete der Sportinformatik

Mittwoch, 03. April 2019, 19.00 Uhr
Auditorium Ebene A, Eintritt frei

Nicht zuletzt die Olympischen Spiele zeigen regelmäßig, wie wichtig technische Innovationen für sportliche Höchstleistungen sind. Hinter den Kulissen der verschiedenen Sportarten arbeiten Ingenieure und Wissenschaftler stetig daran, die technischen Rahmenbedingungen für die Spitzensportler von morgen zu
verbessern. Die Sportinformatik ist hierbei ein relativ neuer, aber umso schneller wachsender Bereich, der Sportler und Trainer gleichermaßen auf dem Weg zu neuen Rekorden unterstützen kann: Echtzeitstatistiken, digitale Trainingskataloge oder taktische Visualisierungen – softwaregestütztes Training ist längst wichtiger Bestandteil des modernen Sports geworden und heute weder aus Training noch aus Wettkampf mehr wegzudenken. Der Vortrag kann mit einer After Work-Führung um 17.30 Uhr kombiniert werden.

Referent: Rouven Müller,
Business Development Director,
Sports and Entertainment, SAP

Internationaler Museumstag

Sonntag, 19. Mai 2019

Am internationalen Museumstag lädt das TECHNOSEUM zu einem breit gefächerten Programm rund um das Thema „Sport” ein: Bei einer Podiumsdiskussion im Auditorium geht es um die Frage, inwieweit E-Sport als olympische Disziplin angesehen werden kann. Begleitend dazu werden die Besucher unter anderem Gelegenheit haben, ihre eigenen Leistungen an Maus und Keyboard zu testen oder ihre Bewegungen mittels Motion-Capturing in ein 3D-Modell auf dem Computer zu übertragen. International wird es zum einen durch Mannheimer Kulturvereine, die Sportarten ihrer jeweiligen Herkunftsländer vorstellen werden sowie durch das Olympische Team Tokyo, dessen Athleten ihre jeweiligen Sportarten in der Sonderausstellung präsentieren. Abgerundet wird das Programm mit einem Vortrag des Mannheimer Fußballhistorikers Karl-Heinz Schwarz-Pich, der über die Trainerlegende Sepp Herberger referieren wird.

Der Eintritt ist an diesem Tag im ganzen Haus frei.