Bereits heute gibt es zahlreiche Anwendungen der Nanotechnologie, die ihren Weg zum Verbraucher gefunden haben, vor allem in den Bereichen Oberflächen und Werkstoffe. Geradezu unglaubliche Eigenschaften besitzen einzelne Nanomaterialien, wie etwa die Kohlenstoffnanoröhrchen. Das sind winzige Röhren aus Kohlenstoffatomen, die es in sich haben: Gemessen an ihrem Gewicht sind sie rechnerisch vierhundertmal so fest wie Stahl und doch sind sie federleicht. Heute schon verleihen sie Sportgeräten wie Tennisschlägern besondere Stabilität.
Die Träume reichen jedoch bis in den Himmel. Die Idee eines Fahrstuhls, der an einem Seil aus Nanoröhrchen in den Weltraum fährt, ist nur eine. Unbewusst nutzten die Menschen die Wunderröhren schon länger. In einem über dreihundert Jahre alten persischen Säbel aus dem für seine Biegsamkeit und Festigkeit legendären Damaszenerstahl wurden solche Röhrchen entdeckt. Wie die Schmiede sie damals genau herstellten, ist ein Geheimnis, das viele Materialforscher gerne kennen würden.
