Naturphänomene

Die Reise in die Nanowelt nimmt ihren Ausgang im Labor der Natur, die Bausteine im Nanoformat und deren besondere Eigenschaften schon seit Millionen Jahren nutzt. Im Labor gibt es verblüffende Phänomene zu entdecken und zu erkunden. Wussten Sie etwa, warum es für Geckos kein Problem ist, an Glasscheiben empor zu klettern und kopfüber an der Decke zu laufen? Ihre Fußsohlen sind mit winzigen Härchen besetzt, die sich an ihrer Spitze in hunderte Plättchen von jeweils 200 Nanometern Breite und weniger als 15 Nanometern Dicke aufspalten.

Zwischen den Atomen an den Haarspitzen und denen der Oberfläche treten winzige Anziehungskräfte auf. Bei nur ein paar Kontaktstellen wären diese zu schwach und das kleine Reptil würde abrutschen. Angesichts der unzähligen Härchen addieren sie sich aber zu einer Kraft auf, die ausreicht, um es an der Decke zu halten. Leider funktioniert dieses Prinzip nur bei einem Leichtgewicht wie dem Gecko. Der Mensch würde Fuß- und Handflächen von mehreren Quadratmetern benötigen, um es ihm gleichzutun.

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Winzige Härchen an den Fußsohlen eines Geckos
Dieser Madagaskar-Taggecko ist in der "Nano!"-Ausstellung zu sehen. Bildquelle: TECHNOSEUM.