Weberei

Im deutschen Südwesten existierten im 19. Jahrhundert einige kleine Webereien, die für die Bevölkerung in ihrer jeweiligen Region Aufträge erledigten. Die mechanische Hanf- und Leinenweberei aus Elzach im Schwarzwald, die das TECHNOSEUM zeigt, ist hierfür ein Beispiel. Ihr Gründer Franz Xaver Störr (1833 – 1895) entstammte einer Weberfamilie – und wie in ländlichen Regionen üblich, gehörte auch ein Stück Ackerland zum Besitz und sicherte zusammen mit dem Handwerk die Existenz seiner Familie.

1876 baute Störr ein Haus und richtete im Erdgeschoss eine mechanische Weberei ein. Die Familie betrieb die Weberei selbst, bei Bedarf unter Mithilfe von angelernten Arbeitskräften aus der Umgebung. Nur dank der Mitarbeit der Familienmitglieder und den damit einhergehenden niedrigen Lohnkosten konnte der kleine Betrieb überhaupt existieren. Der Familie Störr sicherte die Weberei einen bescheidenen Wohlstand – und das über Generationen und bis in die 1980er Jahre hinein.

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Spulmaschinen
Zwei Spulmaschinen nannte die Weberei ihr eigen.