Papiermühle

Ob Kollergang, Holländer oder Spindelpresse: Auch wenn die Papiermühlen ab der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts umfassend mit Maschinen und Anlagen ausgestattet wurden, ließen sich einige wichtige Handgriffe nicht so einfach mechanisieren. So erfolgte die Blattherstellung noch lange Zeit manuell, Seite für Seite wurde das Papier aus der Bütte entnommen.

Mit originalen Maschinen zeigt das TECHNOSEUM die Herstellung von Handpappen. Aus Zellstoff oder Altpapier wird im Kollergang zwischen den sich drehenden Läufersteinen ein Faserbrei zubereitet. Eine Rundsiebmaschine verarbeitet ihn zu einer Papierbahn und wickelt diese in mehreren Lagen auf eine Walze. Die so entstandenen Pappenbogen werden von Hand von der Maschine abgenommen, stapelweise gepresst und einzeln zum Trocknen aufgehängt. Wasserkraft war für die Papierproduktion die wichtigste Energiequelle – das zeigt sich auch im mächtigen Wasserrad von 1892, das im TECHNOSEUM zu sehen ist und einen Durchmesser von sechs Metern hat.

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Kinder beim Papierschöpfen an der Bütte der Papiermühle
Selbst schöpferisch tätig sein an der Bütte der Papiermühle.