Dampfmaschine

Strom hat sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts zu der für den Menschen wichtigsten Energieform entwickelt. Vor allem in größeren Städten und in wasserkraftarmen Gebieten kamen in der Anfangszeit der Elektrizitätsversorgung noch Dampfmaschinen zur Stromerzeugung zum Einsatz: Wo man die kostenlose Ressource Wasser nicht nutzen konnte und sich stattdessen Kohle leicht anliefern ließ, waren die Bedingungen ideal.

Die Kolbendampfmaschine, die im TECHNOSEUM im Vorführbetrieb zu sehen ist, wurde 1908 von der Maschinenfabrik Esslingen für die Waggonfabrik H. Fuchs in Heidelberg-Rohrbach gebaut und 1920 an die Firma Döllken & Co. in Essen verkauft. Dort war sie noch bis in die 1980er Jahre hinein im Einsatz – wenn auch seit Anfang der 1960er Jahre nur noch als Reserve. Die Maschine steht beispielhaft für den „Inselbetrieb“ der Unternehmen, die Strom für die Eigenversorgung erzeugten – auch dies ist typisch für die Anfangsjahre der Stromversorgung, in der noch kein flächendeckendes Verbundnetz existierte.

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Detail Kolbendampfmaschine
Bei Maximalleistung verbrauchte diese Dampfmaschine 5 bis 6 Tonnen Dampf pro Stunde.