Vom Erfinder zum Fabrikanten

„Ein Auto? Nein, danke, viel zu teuer“, sagte sich ein Großteil der Bevölkerung noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Denn leisten konnte sich diese neue Art der Fortbewegung nur die wohlhabende Schicht. Und diese Zielgruppe wollte individuell bedient werden: So fertigten die Hersteller im Kaiserreich trotz einheitlicher Fahrgestelle nach persönlichem Kundenwunsch Automobile an.
An die Serienproduktion wagten sich erstmals die großen Fabriken von Benz und Daimler: Hier wurden schon früh Autos in Stückzahlen von 500 bis 1.000 produziert.

Die ersten Autofahrer

Autorennen waren zur damaligen Zeit eine wichtige Werbemaßnahme. Hier konnten die Hersteller nicht nur präsentieren, wie zuverlässig und schnell ihre Fahrzeuge waren, sondern auch technische Verbesserungen wie etwa luftgefüllte Gummireifen vorführen. Die ersten Rennfahrer, die hinter dem Steuer saßen, waren hauptsächlich Adlige oder wohlhabende Bürgerliche. Aus diesen „Herrenfahrern“ gründete sich etwa 1899 der Deutsche Automobil-Club als Interessenvertretung. Andere Autobesitzer hatten kein Interesse selbst zu fahren und hielten sich stattdessen einen Chauffeur, der für sie den Wagen bediente, fuhr und pflegte.

Die ersten Fahrverbote

Auch wenn es erste Autos und Autofahrer gab, so waren die Straßen längst nicht darauf vorbereitet. Schotterstraßen erschwerten das Fahren und es gab sogar Beschwerden, dass Automobile die Fahrbahn beschädigten und mit dem aufwirbelten Staub Felder und Wiesen unbrauchbar machen würden. Viele Gemeinden verhängten sogar Fahrverbote und Strafen. Tankstellen, Werkstätten und Wegweiser gab es noch nicht.

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