Pioniere des deutschen Autobaus

Selbst wer sich wenig für Autos interessiert, hat mit Sicherheit schon von Carl Benz, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach und Ferdinand Porsche gehört. Ihre Namen sind untrennbar mit der Geschichte des Autobaus verbunden. In der Pionierphase der deutschen Autoindustrie (1886-1900) forschten sie unabhängig voneinander in verschiedenen Bereichen der Mobilität.

Aus zwei Rädern werden vier

Dabei bezogen die Ingenieure ihre Anregungen wie auch ihre Bauteile aus Konstruktionen, die der Welt bereits bekannt waren. So verwendete Benz beim Bau seines Patent-Motorwagens etwa Teile aus der Fahrradindustrie. Daimler und Maybach griffen einfach auf Kutschenmodelle zurück, die sie motorisierten.

Das Auto nimmt Fahrt auf

Ein Spielzeug der Wohlhabenden – mehr war das Auto zu Beginn nicht. Der wirtschaftliche Erfolg blieb aus, denn das Deutsche Reich hatte ein gut ausgebautes Eisenbahnnetz und wenig Bedarf an Automobilen. Richtig in Fahrt kam das Automobil mit werbewirksamen Probefahrten und einer erfolgreichen Lizenzvergabe im Ausland, die dazu beitrugen, dass das Auto zunehmend auch in der deutschen Gesellschaft ankam.

Carl Benz und sein Nachlass

Gertrud Elbe, die Schwiegertochter der Benz-Enkelin Anneliese, schenkte dem TECHNOSEUM 2016 Objekte aus dem Familienbesitz. Darunter befindet sich ein Tourenwagen aus dem Jahr 1924. Er ist einer der letzten von nur etwa 300 in Ladenburg gefertigten Fahrzeugen. Der Wagen wurde für den privaten Gebrauch der Familie Benz gebaut und von Carl Benz gefahren. Diesen Wagen und weitere Schenkungen aus seinem Besitz wie ein paar selbst gefertigte Schlittschuhe oder seltene Briefe sind Bestandteile der Ausstellungseinheit.

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