Nico Netzer, Inhaber von basement bikes im Jungbusch

Die effektivste Maschine der Welt

Ab und zu müssen Fahrräder in die Werkstatt. So auch in einer Ausstellung, die den Besuchern zeigen will, wie sie einfache Wartungsarbeiten selbst ausführen können. Gefunden hat das Ausstellungsteam von „2 Räder – 200 Jahre“ eine solche Werkstatt in einem Hinterhof im Mannheimer Jungbusch. Das Team war von „basement bikes“ so begeistert, dass die Schau einen detailgetreuen Nachbau der Werkstatt präsentiert.

Für Inhaber Nico Netzer war die Pleite seines ehemaligen Chefs der Startschuss für den eigenen Fahrradladen: basement bikes war geboren aus der Idee, eine Werkstatt zu schaffen, die transparenten Service bietet und dem Kunde das Gefühl gibt, dass an seinem Rad genau das gemacht worden ist, was er auch in Auftrag gegeben hat. Seit 2012 finden Fahrradbegeisterte, Gelegenheitsfahrer und Hilfesuchende, die ihr Rad reparieren lassen möchten, im Jungbusch die richtige Anlaufstelle.

Vom Keller in den Hinterhof
Bevor es mit der Werkstatt in den Hinterhof ging, war das Unternehmen eine Kellerwerkstatt. „Daher kommt auch der Name basement bikes“, erklärt Nico Netzer. Die Liebe zum Fahrrad hat der gebürtige Karlsruher schon früh für sich entdeckt. „Technisch ist das Fahrrad einfach eine der effektivsten Maschinen der Welt. Das macht das Rad so faszinierend. Es gibt kein anderes Fahrzeug, das für den Stadtverkehr besser ausgelegt ist, als das Fahrrad“, ist sich Nico Netzer sicher. Und so schwingt sich der Funktionsradfahrer, wie er sich selbst beschreibt, je nach Ziel und Zweck auf eines seiner drei Fahrräder, die er momentan fährt: ein Fixie als Stadtrad, ein ehemaliges Postrad als Transportmittel oder ein Rad-Polo fürs Spiel. An zirka zehn weiteren Rädern wird derweil parallel gebastelt, geschraubt und getunt.

Zukunft auf 2 Rädern
200 Jahre Geschichte hat das Fahrrad bereits hinter sich. Und wie sieht das Rad in 200 Jahren aus?  „Technisch ist das Fahrrad schon unglaublich gut und ausgereift, Detaillösungen und die Eektrifizierung sowie Transporträder sind die nächsten großen Zukunftsthemen“, so der Experte. Und auch für basement bikes dreht sich das Rad weiter: „Anfang nächsten Jahres möchten wir unser Fahrrad-Café auf dem Werkstattgelände eröffnen, in dem man sich zu einem gemütlichen Austausch oder zu einer Veranstaltung treffen kann“, verrät Netzer die weiteren Pläne.

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