Markus Thomé, einer der Restauratoren der Ausstellung „2 Räder – 200 Jahre"

Bloß nichts von der Stange

Wer Markus Thomé kennt, weiß auch von seiner Vorliebe für Zweiräder – vor allem für die mit viel PS. Der Restaurator ist seit seiner Kindheit ein absoluter Motorradfan. „Meine Mutter ist immer Motorrad gefahren. Von ihr muss ich diese Leidenschaft geerbt haben“, ist sich der 52-Jährige sicher. Schon als Jugendlicher hat er seine Zweiräder, egal ob Fahrrad, Mofa oder Moped, frisiert und getunt. „Es geht mir immer darum den Wirkungsgrad zu erhöhen, produktionstechnische Mängel zu egalisieren und wenn möglich, mehr Leistung rauszuholen“, so der Restaurator, der seit 1986 beim TECHNOSEUM arbeitet.

Ganz in seinem Element
In Vorbereitung  der neuen Sonderausstellung rund um das Thema Fahrrad und seine Geschichte war Markus Thomé ganz in seinem Element und durfte diverse Fahrradmodelle für die Schau aufbereiten, bzw. restaurieren – je nach Zustand des Exponates. Von historischen Rädern über Bonanza- und BMX-Räder, visionären Gräser-Rädern aus den 1970er Jahren bis hin zu konventionellen Fahrrädern war alles dabei. „Besucherinnen und Besucher können anhand der vielen Fahrräder sehr gut sehen, wie sich das Fahrrad seit der Erfindung der Laufmaschine vor über 200 Jahren weiterentwickelt hat. Und natürlich gibt es dabei auch allerhand Kurioses zu entdecken, wie etwa ein faltbares Rad mit einer speziellen Waffenhalterung“, gibt der Restaurator einen Ausblick.

Mit Liebe zum Detail
Privat besitzt Markus Thomé im Moment drei Fahrräder, die er in seiner Freizeit weiter bearbeitet und „tunt“. Fast fertig ist sein neuestes Baby, ein Halbrenner, den er nach dem Vorbild der 30er Jahre in nur drei Monaten Arbeit unter anderem mit goldenen Zierlinien, neuen Trommelbremsen und Lichtern sowie einem filigranen Ständer ausgestattet hat. „Bei mir gibt es nichts von der Stange. Oft dauert die Recherche nach einem bestimmten Bauteil, das ich unbedingt haben möchte, länger als die Einbauzeit selbst“, sagt der Restaurator.

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